Kosten beim Kauf einer Eigentumswohnung

Nachdem man sich grundsätzlich dazu entschlossen hat, zukünftig Immobilieneigentum zu erwerben, geht es häufig noch darum, ob man sich für ein Haus oder für eine Eigentumswohnung entscheiden soll. Beide Alternativen haben sicherlich jeweils ihre Vor- und Nachteile. Der Vorteil des Kaufs einer Eigentumswohnung ist zum Beispiel, dass in der Folgezeit meistens geringere Kosten auf den Eigentümer zukommen, als es beim Hauskauf/Hausbau der Fall ist. Zudem hat man nach wie vor direkte Nachbarn, wenn man in einer Eigentumswohnung lebt, was sicherlich auch vielen Menschen sehr wichtig ist. Vom Rechtlichen her betrachtet stellt die Eigentumswohnung das Eigentum an einer klar definierten Einheit einer Immobilie dar. Entscheidungen, welche diese Wohnung und die Veränderung der Gesamtimmobilie betreffen, werden meistens von der so genannten Eigentümergemeinschaft befällt. Eigentumswohnungen sind zwar vor allem in Deutschland recht weit verbreitet, aber auch im Ausland findet man in vielen Ländern die Möglichkeit, eine Eigentumswohnung zu erwerben.

Es gibt aber durchaus ebenso einige europäische Länder, in denen Eigentumswohnungen nahezu unbekannt sind. Vor allem in den südeuropäischen Ländern und in Skandinavien ist das so, denn dort kauft man zu 95 Prozent ein Haus, wenn man sich für privates Wohneigentum entscheidet. Die Eigentumswohnung findet man auch im Ausland vor allen in Ländern, Regionen oder/und Städten vor, in denen eine große Anzahl von Menschen wohnt. Dort ist die Eigentumswohnung dann einfach im Vergleich zum Haus zweckmäßiger, weil platzsparender. Was den Kauf einer Eigentumswohnung im Ausland angeht, so müssen hier stets bestimmte Unterschiede zum Kauf in Deutschland beachtet werden. Denn nicht überall sind die Eigentumsrechte und Wege der Eigentumsübertragung so eindeutig und „fair“ geregelt, wie es hierzulande ist. Ein größeres Thema stellt beim Kauf der Eigentumswohnung immer auch das Thema Gebühren und Provisionen dar. Ein provisionsfreier Kauf einer Eigentumswohnung ist in Deutschland allerdings kaum noch möglich, da sicherlich rund 90 Prozent aller ETW inzwischen über Makler verkauft werden.

So muss zum Beispiel hierzulande jede Übertragung von Immobilien- oder Grundstücks-Eigentum über einen notariellen Kaufvertrag erfolgen, der selbstverständlich nicht kostenlos erfolgt. Rund ein Prozent der Kaufsumme kann man hier als Gebührenfaktor ansetzen. Eine weitere Gebühr kommt ebenso bei nahezu jedem Kauf einer Eigentumswohnung heutzutage vor, sei es im Inland oder im Ausland, nämlich die Maklerprovision. Dieser Provision kann man vorrangig in Deutschland kaum noch entgehen, da der Markt mittlerweile so dermaßen aufgeteilt unter den vielen Immobilienmaklern ist, dass rund 90 Prozent aller Immobilien, egal ob Häuser oder eben Eigentumswohnungen, nur noch über die Vermittlung durch einen Makler erworben werden können. Ein provisionsfreier Kauf ist demnach kaum möglich und nur in Einzelfällen praktikabel. Für den Käufer ist das oftmals eine sehr ärgerliche Sache, denn er wird praktisch gezwungen eine Provision zwischen meistens drei und sechs Prozent zu zahlen, auch wenn er die Dienste des Maklers eigentlich gar nicht benötigt bzw. nicht in Anspruch nehmen möchte. Auch die Grunderwerbssteuer muss man hierzulande beim Eigentumswohnungskauf noch als Kostenfaktor berücksichtigen.